Regulator-Profil · AT
FMA — Finanzmarktaufsicht (Austria)
Verfolgt vonBrokerlist Editorial · Unabhängiges RedaktionsteamAktualisiert
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) ist Österreichs integrierte Finanzmarktaufsicht — eine einzige Behörde für Banken, Versicherungen, Wertpapiere, Pensionskassen und Wertpapierfirmen. Sie arbeitet bei Aufsichtsfragen mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zusammen.
Broker unter FMA — Österreich- Zuständigkeit
- Österreich · alle Bundesländer.
- Gegründet
- 2002
- Mandat
- Errichtet durch das Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz 2001, das zuvor zwischen dem Finanzministerium und der OeNB aufgeteilte Aufsichtsfunktionen bündelte. Die FMA setzt das Bankwesengesetz, das Wertpapieraufsichtsgesetz, das Investmentfondsgesetz, die MiFID-II-Umsetzung sowie unmittelbar geltende EU-Verordnungen durch. Sie beaufsichtigt rund 800 Stellen.
- Verbraucherschutz
- Die Einlagensicherung Austria deckt Bankeinlagen bis zu 100.000 € je Einleger; die Anlegerentschädigung deckt bis zu 20.000 € je Kunde zugelassener Wertpapierfirmen. Negativsaldoschutz für Privatkunden im CFD-Handel nach MiFID II verpflichtend.
- Retail-Hebellimits
- ESMA-konform: 1:30 bei Haupt-FX-Paaren, 1:20 bei Nebenpaaren und Gold, 1:10 bei Rohstoffen und Hauptindizes, 1:5 bei Aktien, 1:2 bei Krypto-CFDs. Die FMA setzt diese über die nationale Umsetzung der dauerhaften Produktinterventionsmaßnahmen der ESMA durch; binäre Optionen für Privatkunden sind verboten.
- Öffentliches Register
- Die FMA führt getrennte durchsuchbare Datenbanken für Kreditinstitute, Wertpapierfirmen, Fondsmanager, Versicherer und Pensionskassen. Die Liste „Investor Warnings" veröffentlicht Namen von Stellen, die ohne österreichische Zulassung tätig sind; laufend aktualisiert und mit ESMA-Partnern abgeglichen. Register öffnen ↗
- Streitbeilegung
- Die Gemeinsame Schlichtungsstelle der österreichischen Kreditwirtschaft bearbeitet bankbezogene Streitfälle; der Verein für Konsumenteninformation (VKI) bietet Verbraucherschutz-Unterstützung. Ungelöste Fälle vor österreichischen Gerichten.
- Redaktionsnotizen
- Der österreichische Privatkunden-FX/CFD-Fluss wird von EU-passportierten Brokern (CySEC, MFSA, BaFin) dominiert, die über Muttergruppen geleitet werden. Die FMA veröffentlicht aktiv Anlegerwarnungen gegen nicht lizenzierte Anbieter und hat grenzüberschreitende Durchsetzungsmaßnahmen mit EU-Partnerregulierern koordiniert.
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